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Eine Welt für alle

07.07.2020 CJD Berlin-Brandenburg « zur Übersicht

Eine Radtour der besonderen Art startete am 29. Juni in Rostock. Drei Abiturienten des CJD Christophorus Gymnasiums in Rostock fahren unter dem Motto „Eine Welt für Alle“ in zwei Monaten einmal quer durch Deutschland. Dabei besuchen sie 24 Einrichtungen, vor allem CJD Kitas und auch einige Bildungspartner des CJD. Die Radfahrer wollen mit Kindern und Jugendlichen in den Austausch gehen und deren Zukunftswünsche erfragen. Die jungen Männer bewältigen auf 47 Etappen eine Strecke von rund 3.500 Kilometern mit fast 10.000 Höhenmetern bis sie am 27. August wieder in Rostock ankommen.

Eine der ersten Etappen war Berlin. Am 2. Juli machten die drei Radfahrer Halt in der Robert-Reinick-Grundschule in Berlin-Spandau. Kinder und Erzieher*innen hatten ein buntes Programm vorbereitet - mit Spalier, Interviews, einem wunderbaren Gedicht, Tanz und Musik. Danach ging es für die Jungs weiter nach Potsdam. Im Gepäck haben sie die ausgefüllten Fragebögen der Kinder, in denen diese ihre Vorstellungen und Wünsche an die Zukunft formuliert haben.

Über die Radtour:
Eigentlich wollten Maxim, Julian und Niclas nach ihrem Schulabschluss „einfach nur“ eine Radtour durch ganz Deutschland machen. Seitdem sie jedoch im November 2019 an der CJD Jugendkonferenz teilgenommen haben, sieht die Radtour anders aus. Die Jugendkonferenz ist ein Projekt der Politischen Bildung innerhalb des CJD. Bei der Jugendkonferenz trafen sich 300 Teilnehmende aus ganz Deutschland mit dem Ziel, konkrete Zukunftskonzepte zu erarbeiten. Unter dem Motto „Eine Welt für Alle" entwickelten sie zahlreiche Ideen, die die jungen Menschen aktiv umsetzen. Den Teilnehmenden ist klar, dass Zukunft nur gestaltet werden kann, wenn sie auch die ihnen nachfolgende Generation berücksichtigen. Deshalb waren pilotmäßig einige der insgesamt 67 CJD Kitas miteingebunden.

Politische Bildung gehört in den CJD Kitas ganz selbstverständlich zur frühkindlichen Bildung dazu. Maxim, Julian und Niclas holen mit ihrer Tour nun noch mehr Kinder und Jugendliche ins Boot. Dafür haben die Teilnehmenden der Jugendkonferenz zusammen mit einer Elementarpädagogin einen Fragebogen entwickelt zu Wünschen und Ideen der Jüngsten für ihre Zukunft, aber auch zu ihren eventuellen Sorgen. Die Fragebögen übergeben die Kinder an die drei Botschafter der Jugendkonferenz. Die gesammelten Ideen und Eindrücke fließen in die Ergebnisse der Arbeitsgruppe von Maxim, Julian und Niclas ein. Diese wollen die jungen Menschen dann dem Bundespräsidenten vorstellen.

Politische Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

„Wir wollen die Stimme der Kinder und Jugendlichen im CJD sichtbar machen. Junge Menschen sollen daran beteiligt werden, positive Zukunfts¬bilder für eine bessere Gesellschaft zu entwickeln“, erklärt Maxim. Niclas ergänzt: „Die aktuelle Situation mit Corona zeigt, welchen geringen gesellschaftlichen Stellenwert Bildung hat. Wir wollen mit unserer Radtour zwei wesentlichen gesellschaftlichen Themenfeldern eine stärkere Lobby verschaffen: der Bildung und dem Umweltschutz.“


Weitere Informationen zur Tour und der genaue Tourenverlauf finden sich auf dem Blog. Hier berichten die drei Radfahrer auch über ihre Erfahrungen berichten: wie die Tour läuft, welchen Herausforderungen sie sich stellen müssen, welche Höhen und Tiefen in den zwei Monaten auf sie zukommen und welche einzigartigen Begegnungen sich ergeben.

Informationen zur Jugendkonferenz finden sich hier:
https://www.cjd-jugendkonferenz.de/eine-welt-fuer-alle/

Ein Experten-Interview zum Thema Persönlichkeitsbildung und ein Experten-Interview zum Thema Politische Bildung in Kindertageseinrichtungen stehen unter www.cjd.de/service/presse/pressemitteilungen-des-cjd/
zum Download bereit.